Mittelschul-Abschluss statt Armutszeugnis

Menschlichkeit ­verbreiten, Not lindern

Offiziell wurde das Kastensystem in Indien 1949 abgeschafft, seit 2009 ist das Recht auf freie und verpflichtende Schulbildung Gesetz. Von diesen Errungenschaften ist in den unterentwickelten Regionen des Landes nichts zu spüren. Die Menschen leiden bittere Not: gepeinigt vom Kastensystem, ausgemergelt durch karge Ernten und perspektivlos durch den Mangel an Bildungsangeboten.
Der deutsche Entwicklungshelfer, Paulus ­Moritz, gründete 1901 im indischen Napur die Gemeinschaft der „Missionsbrüder des heiligen Franziskus“. Evangelisierung sollte eine ­umfassende Aufgabe werden! Erstmals kümmerten sich Brüder mit fachlicher Berufsausbildung um die Notleidenden. So wurde Menschlichkeit konkret gelebt: in Wort und Tat, mit und unter den Bedürftigen. Vielerorts entstanden Schulen, Krankenstationen und Waisenhäuser, Ausbildungsplätze für Handwerksberufe und Modellprojekte in der Landwirtschaft. Heute sind 500 Brüder an 80 Standorten aktiv.

 

MissionsbruederBildung hilft Indiens Kindern

Dumrikhas liegt in Uttar Pradesh – dem ­ärmsten Bundesland Indiens. Die Einheimischen sind überwiegend strenggläubige Hindus und Moslems. Viele von ihnen gehören zu den Dalits, der niedrigsten Kaste. Obgleich das Kastensystem in Indien bereits 1949 per Verfassung abgeschafft wurde, prägt diese traditionelle Gesellschaftsordnung weiterhin vielerorts den Alltag, vor allem in ländlichen Regionen. Sozialer Aufstieg ist in diesem System unmöglich. Am härtesten trifft dies die Mädchen.
Der einzige Weg, Unterdrückung und bittere Armut auf Dauer zu überwinden, ist Bildung. Aber staatliche Schulen sind oft zu weit entfernt, private Bildungseinrichtungen für die meisten Familien unbezahlbar. So ist die Schule der ­Ordensbrüder des heiligen Franziskus inmitten der Dörfer Dumrikhas´ ein Lichtblick!

CMSF IndienWeiter zur Schule statt nur noch aufs Feld!

„Saranya will Krankenschwester werden, Najuk Automechaniker.“ Bruder Wilson CMSF kennt die Wünsche seiner Schützlinge. „Die wollen selbstbestimmt leben und später ihre Familien ­ernähren. Aber das sind Kinder von ­Tagelöhnern. ­Ohne unsere Hilfe haben sie keine Chance auf ein ­Leben jenseits der Armut. Wir brauchen gute Bildungsangebote vor Ort – und jetzt dringend eine ­Mittelschule!“
Vor 68 Jahren haben die Brüder des heiligen Franziskus in Dumrikhas eine ­Missionsstation aufgebaut. Aus dem Nichts. Unermüdlich ­haben sie Aufklärungsarbeit geleistet und die Einheimischen tatkräftig unterstützt. Das hat die ­Bauern überzeugt, die Kinder nicht nur zur Feldarbeit, sondern zur Grundschule zu schicken – obwohl der Schulbesuch bei Strenggläubigen als Verbrechen galt, insbesondere für Mädchen. „Ungeheuer­lich!“, empört sich Bruder Wilson CMSF. „Mädchen machen etwa die Hälfte der Bevölkerung aus! Wenn sie nicht gefördert werden, können sich diese Regionen nicht entwickeln! Aktuell kommen 700 Kinder aus den umliegenden Dörfern in unsere Missions-Schule, auch Mädchen. Sie lernen fleißig und können mehr als nur anderer Leute Dreck wegputzen!“ Sein Entschluss steht fest: „Wir müssen diese Kinder weiter­bilden, bis Klasse 12. Die indische Regierung wird uns dabei unterstützen – vorausgesetzt, wir stemmen den Bau der Räumlichkeiten.“

1 Grundstein, 4 Räume und 700 Perspektiven!

Für den Bau der Mittelschule mit vier Räumen benötigt die Mission 60.000 Euro. Mit ihrer langjährigen Erfahrung und nachgewiesenen Kompetenz werden die Brüder des heiligen Franziskus eine Einrichtung schaffen, die Jugendliche auf höherqualifizierte Berufe vorbereitet und ­gute Zukunftsperspektiven bietet. Ihre Spende ist der Grundstein für unsere Mittelschule in Dumrikhas! Bauen Sie mit!

 

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Missionsbrüder des heiligen Franziskus
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Schlossstraße 30
96049 Bamberg

 

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